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  • Palmenwigge

    Noch immer gibt es in der katholischen Kirche den Brauch, am Palmsonntag (Sonntag vor Ostern) Palmzweige segnen zu lassen.

    Hier ein Gedicht von Ferdinande Laymann aus dem Manuskript „Rund um Attendorn – Plattdeutsche Gedichte“  in der Übersetzung von Hubert Wacker :

    Wann Frögger am Palmsundagmuarren
    De Klocken sungen hell un klaor
    Tauer Palmenwigge, waor mien Suarren,
    Dat iek viaraan biem Siagen waor.

    Naohiar drachf iek dian Palmbuß wichtig
    Nao Heime un raip alt van wi-em:
    „Düenn Muarren waoret owwer richtig,
    Vi hätf d’n meiesten Siagen kri-em.“

    De Mutter deildene, äs dat Moude,
    Un stalltene rechts un links opsiet
    Vam Hiarrguattskrüz op d’r Kumoude.
    Nummedags waof t dann fiar’n Vatter Tiet.

    Med’m Palm opet Land te gaohn, hei well men,
    Sou äs dat Sitte waor un Bruk,
    Am hüdigen Dag dat Kaoren pälmen,
    Et stonk in manchen Jaohr recht lut.

    Un harre dann dian Palmensiagen
    An all’n veier Ecken guet aanbracht,
    Hiaddet luter noch, trotz Sturm un Riagen,
    En guerren Koarenhiarwest gaft.

    Iek weit nit, ofse in hüdigen Ti-en
    Noch viel op Bruk un Sitte giat;
    Wao se nit maol mehr de Tiet könnt si-en
    Im altgewuenden, leiwen Platt.

    Se hätf ouk luter noch wat viar,
    Küert me se maol taum Naowern aan.
    Se sind waan hinger“ m Gelle hiar,
    As hönk iarre Seligkeit dodraan.

    Wei frögger dann am Sunndagmuarren
    Spazeieren im Staadtfelle gonk,
    Dei waor sou frouh un aohne Suarren,
    Wann dicht un voll dat Kaoren stonk.

    Hier die Übersetzung:

    Palmenweihe

    Wenn früher am Palmsonntagmorgen
    Die Glocken sangen hell und klar
    Zur Palmenweihe, war mein sorgen,
    Dass ich voran beim Segen war.

    Nachher trug ich den Palmenbusch wichtig
    Nach Hause und rief schon von weitem:
    „Heute Morgen war es aber richtig,
    Wir haben den meisten Segen bekommen.“

    Die Mutter teilte ihn, wie das Mode,
    Und stellte ihn rechts und links auf die Seite
    Vom Herrgottskreuz auf die Kommode.
    Nachmittags wurde es dann für den Vater Zeit,

    Mit d’n Palmen aufs Land zu gehen, er will blos,
    So wie das Sitte war und Brauch,
    Am heutigen Tag das Korn pälmen,
    Es stand in manchem Jahr recht dünn.

    Und hatte er dann den Palmensegen
    An allen vier Ecken gut angebracht,
    Hat es immer noch, trotz Sturm und Regen,
    Einen guten Kornherbst gegeben.

    Ich weiß nicht, ob sie in heutigen Zeiten
    Noch viel auf Brauch und Sitte geben;
    Wo sie noch nicht mal mehr die (Tages-) Zeit können sagen (grüßen)
    Im altgewohnten, lieben Platt.

    Sie haben immer noch was (anderes) vor.
    Spricht man sie mal zum Nachbarschaft pflegen an.
    Sie sind sehr hinter dem Gelde her,
    Als hing‘ ihre Seligkeit daran.

    Wer früher dann am Sonntagmorgen
    Spazieren im Stadtfelde ging,
    Der war so froh und ohne Sorgen,
    Wenn dicht und voll das Korn stand.

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