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  • Alles tau siener Tiet

    Üewwer Liturgien löt siek stri-en. 
    Se stoht grout uawenaan 
    Biem jungen Volk, doch iek mat si-en: 
    Me gewiennd siek schlecht daodran.
    
    Et kam maol wier en niggen Här; 
    Un diamn 'wört balle gelungen, 
    Dat in d' r Christnacht nit maol mehr 
    Dat „Stille Nacht" wör sungen.
    
    Jedoch de Organist waor schlau. 
    Dei harr' alt, viarbedacht, 
    N'paar Jungens, dei ouk fix un gau, 
    Taum Bälge-Trian met bracht.
    
    Grad bi d'r Wandlung ganz van fa'n 
    Soll „Stille Nacht" opklingen; 
    Doch dei Vikar hofdat nit gä'n, 
    Hei lait dat Schalter springen.
    
    De Stroum waor fut - nu iset ut -
    Sou dachte wall im" stillen, 
    T'küemmet nix mehr ut d'r Uargel rut, 
    Un iek hev' mienen Willen.
    
    Dao fonk de Uargel aohne Stroum 
    Ganz sachte aan te klingen, 
    Grad sou, äs föngen bi düessem Toun 
    De Engel aan te singen.
    
    Dei kleinen Schellen daoren kund: 
    „De Wandlung fanget aan." 
    Sou stille waort im Kiarkenrund, 
    Me faulde dat tau düeser Stund 
    Dat Christkind wi-erkam.
    
    Sacht gonk dei Ougenblick verbie. 
    Dat Krippenkind, sou klein 
    As daomaols, waor uns naoge hie, 
    Dat groute Weltgescheihn.
    
    Nu fonk de Orgel ouk wier frie 
    Un mächtig aan te klingen.
    
    Me sall met bester Liturgie 
    Dat Volksguet nit betwingen
    
    Das Gedicht ist dem Nachlass von Ferdinande Laymann entnommen. 
    Die Übersetzung ins Hochdeutsche
    wurde von Hubert Wacker+ vorgenommen.
    
    
    
    Alles zu seiner Zeit
    
    Über Liturgien lässt sich streiten.
    Sie stehn groß obenan
    Beim jungen Volk, doch ich muss sagen:
    Man gewöhnt sich schwer daran.
    
    Es kam mal wieder ein neuer Herr, 
    Und dem war's bald gelungen, 
    Dass in der Christnacht nicht mal mehr 
    Das "Stille Nacht" ward gesungen.
    
    Jedoch der Organist war schlau.
    Der hatte schon vorbedacht,
    'n paar Jungen, die auch schnell und flink,
    Zum Bälge-Treten mit gebracht.
    
    Grad bei der Wandlung ganz von fern 
    Sollte "Stille Nacht" erklingen; 
    Doch der Vikar hört' das nicht gern, 
    Er ließ den Schalter springen.
    
    Der Strom war fort - nun ist es aus -
    So dacht' er wohl im Stillen, 
    's kommt nichts mehr aus d'r Orgel raus, 
    Und ich hab' meinen Willen.
    
    Da fing die Orgel ohne Strom 
    Ganz sachte an zu klingen, 
    Grad so, als fingen bei diesem Ton 
    Die Engel an zu singen.
    
    Die kleinen Schellen taten kund: 
    "Die Wandlung fangt an." 
    So still war es im Kirchenrund, 
    Man fühlte, dass zu dieser Stund 
    Das Christkind wiederkam.
    
    Sacht ging der Augenblick vorbei. 
    Das Krippenkind, so klein 
    Wie damals, war uns nahe hier, 
    Das große Weltgeschehen.
    
    Nun fing die Orgel auch wieder frei 
    Und mächtig an zu klingen.
    
    Man soll mit bester Liturgie 
    Das Volksgut nicht bezwingen.

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