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    Der Heimatverein war beim Stadtfest präsent

    Der Heimatverein war beim diesjährigen Stadtfest an einem Stand präsent, allerdings nur am Samstag Nachmittag.  Da der Sonntag bis in die Nachmittagsstunden total verregnet war, lohnte sich ein erneuter Aufbau des Stands leider nicht mehr.

    Unsere Fotowand fand großes Interesse. Wir hatten einen bunten Mix aus Fotos vom großen Hochwasser im Jahr 1965,  zu Beginn des letzten Jahrhunderts, aber auch aus den 70er-Jahren auf einer Stellwand präsentiert. Nicht nur die älteren Attendorner, sondern auch viele jüngere Menschen und Mitbürger mit Migrationshintergrund interessierten sich sehr für die Bilder, die Attendorn mit einem ganz anderen Gesicht zeigten. Dabei wurde auch das eine oder andere „Döneken“ zum Besten gegeben.

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    Ferdi Rauterkus erläutert die Fotos

    (Foto: VOH)

     

     

    Die Fata Morgana vom Ennester Tor

    Ende der letzten Woche waren in der Baugrube zum neuen Kreisverkehr am Ennester Tor in Attendorn zwei ganz besondere Mauern aufgetaucht. Es waren imposante Reste des mittelalterlichen Stadttores, genauer wohl die Befestigung zwischen zwei Toren, diesseits und jenseits des wassergefüllten Stadtgrabens, die einst als Brücke über eben diesen geführt hatte. Erbaut vermutlich vor 1222, urkundlich erstmals erwähnt 1328. Montags kamen die Archäologen, Dienstagmorgen war bereits wieder alles verschlossen, am Nachmittag war im Rekordtempo daneben der Innenkreis des neuen Kreisverkehrs bereits in den Beton gesetzt. Hätte man nicht einmal einen Tag warten können? Wie viele Attendorner hätten das wohl gerne wenigsten einmal gesehen?

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    Dienstagmorgen, 9 Uhr. Schon hat der Bagger die eine Mauer nach 800 Jahren eingerissen, die Freitag entdeckt worden war.

    Wer glaubt, so etwas interessiere niemanden:

    www.attendorner-geschichten.de/2016/05/03/wie-die-saeulen-der-erde-wenn-sich-das-mittelalter-auftut/

    Der Artikel zum Thema in den „Attendorner Geschichten“ wurde bis Mittwochabend über 2000 Mal gesehen, auf der Facebook-Seite des Heimatvereins sind es über 3.300 Zugriffe, und auf der WOLL-Seite „Rund um den Biggesee“ sind es über 6.000. Innerhalb eines Tages. Und auch die anderen Medien, Sauerlandkurier, Westfalenpost und Siegener Zeitung, dürften mit Sicherheit ähnliche Zahlen aufzuweisen.

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    Dienstagabend. Im Rekordtempo wurde der Kreisel über den mutmaßlichen Hauptteil des Baudenkmals betoniert.

    Warum diese Stille? Warum ging nicht aus dem Rathaus ein Ruf durch die Stadt für ihre Bürger: „Seht, was wir Phantastisches gefunden haben?“ Mag es daran liegen, dass man Sorge hatte, es könne ein Interesse daran auftauchen, das ganze Baudenkmal freizulegen? Wie im ersten Artikel schon gezeigt, der in der Nacht zu Dienstag veröffentlicht wurde, kann man das Bauwerk sehr exakt lokalisieren. Der Plan des Grundrisses der Stadt Attendorn, der im Sept./Okt. 1810 durch den hessischen Bergmeister Schmidt angefertigt wurde, ist von exzellenter Qualität, unter Angabe des genauen Maßstabs und nach Kompass genordet.

    Plan 1810 Übersicht

    Der Plan von 1810 im Attendorner Stadtarchiv. Ein zweiter, wohl noch gestochener ausgeführt, befindet sich im NRW-Staatsarchiv Münster. An den Quadranten lässt sich die Akkuratesse erkennen, mit der dieser Plan ausgeführt wurde. Die Mauern am „Ennester Thor“ sind etwa so lang wie die Breite des Schiffes der Pfarrkirche.

    Nimmt man die Länge der dort eingezeichneten Mauern, die nun für einen Wimpernschlag freigelegt wurden, dann entspricht diese recht genau der Breite des Kirchenschiffs von St. Johannes Baptist. Über den Daumen sind das 28 lockere Schritte eines Erwachsenen von 1.80 Metern Größe. Auf der Baustelle landet man mit diesen 28 Schritten in Flucht zu den alten Mauern am hinteren Rand des neuen Mittelkreises der Kreisverkehrs.

    Nun wird also erzählt, es wäre nicht weiter interessant gewesen. Am Dienstag hat dann der Bagger direkt zumindest an dem einen freigelegten Mauerstück nach 800 Jahren alles in Trümmer gerissen.

    Vor einiger Zeit war einmal angeregt worden, die Attendorner sollen sich Gedanken machen, wie man die Lage der alten, bedeutenden Stadttore hervorheben könne. Und jetzt ist eines im Original aufgetaucht, und zwar in einem Zustand, den sogar Stadtarchivar Otto Höffer in Erstaunen versetzt hat, wie man es im Sauerlandkurier vom Mittwoch nachlesen kann. Warum musste das nun also so schnell gehen? Andere Kommunen würden die Korken knallen lassen, wenn sie dergleichen auf Sichtweite zu zwei alten Türmen der Stadtmauer finden würden. Eine Chance, auf immer verloren, wieder einmal vorschnell vertan. Brilon, Rüthen, Soest. Das war es zum Thema historisches Stadttor im gesamten Umfeld. Die haben das. Und sie sind stolz drauf.

    Am Donnerstag, 19. Mai, gibt es um 19.30 Uhr einen Vortrag im Himmelreich zu all den Aktivitäten, die das Attendorner Stadtbild verändert haben und verändern werden. Das Ennester Tor wird dabei ein besonderes Thema sein.

    Panorama

    Noch einmal das Bild vom Montagabend. Schade.

    Bilder von der Fronleichnamsprozession in Attendorn

    Immer wieder fragen Attendorner nach, ob es nicht Bilder vom Blumenschmuck für die Altäre der Fronleichnamsprozession gibt. Während der Prozession bekommt man diese ja gar nicht richtig zu sehen. Unser Vorstandskollege Dieter Thys hat Fotos gemacht und hier sind sie zu sehen:

    (Bitte darauf klicken zum Vergrößern)

    Ennester Tor (8) - Kopie

    Kölner Tor (1) - KopieAuszug  (3) - KopieEnnester Tor (3) - KopieKölner Tor (2) - KopieEnnester Tor (6) - KopieAuszug  (1) - KopieNiederstes Tor (7) - KopieNiederstes Tor (4) - KopieWassertor (2) - KopieAuszug  (7) - Kopie

    Besuch des Bürgermeisters in unserer Geschäftsstelle

    Montags ist unsere Geschäftsstelle des Vereins für Orts- und Heimatkunde Attendorn in der Hansastraße immer von 18 bis 20 Uhr für alle Interessierten geöffnet. Diesmal hatten wir einen besonderen Gast: Bürgermeister Christian Pospischil  informierte sich über die Arbeit des Vereins und brachte außerdem den Plan zum aktuellen Innenstadt-Entwicklungskonzept mit, der ausgiebig diskutiert wurde.
    Klar wurde, dass der mittelalterliche Grundriss der Straßen und Gassen in der Hansestadt ein wichtiges Identifikationsmerkmal für die Zukunft ist und bleiben wird. Andere Bereiche werden diskutiert, um vor allen Dingen für den Einzelhandel neue Möglichkeiten zu schaffen, die Kaufkraft in der Stadt zu binden, zum Wohle aller.
    Dieses zukunftsgewandte Konzept wird uns sicher noch für einige Zeit beschäftigen: Wir werden über alle Entwicklungen berichten.

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    Bürgermeister Christian Pospischil (r.) zu Besuch in der Geschäftsstelle

    Der Schwarze Tag für Attendorn – Vor 70 Jahren fielen die Bomben

     

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    Eines der ganz wenigen Bilder von Theodor Frey, auf denen Menschen zu sehen sind, natürlich nur von hinten. Es war bei Höchststrafe verboten, zerstörte Städte zu fotografieren – die Nazis fürchteten die schauderhafte Kraft der Bilder. Hier ein Foto vom Kirchplatz. Rechte Ecke heute Fischrestaurant Hansekogge, in der Bildmitte Radio Waller, links Brake und ganz links das Südsauerlandmuseum, noch ohne wiederhergestellte gotische Fassade.

     

    Am Samstag jährt sich die fatale Bombardierung Attendorns zum 70. Mal. Es war der 28. März 1945, als Attendorn und Olpe aus der Luft angegriffen wurden. Das Hauptziel waren die Bahnanlagen in Olpe, das Ausweichziel lag in Attendorn.

    Sechs Staffeln aus zwei Geschwadern versammelten sich mit 65 Maschinen über St. Trond in Belgien, zwischen Brüssel und Lüttich, um das Sauerland anzugreifen. 31 Jagdmaschinen vom Typ Spitfire sicherten den Verband. Geladen hatten die Maschinen vom Typ „Boston“ und „Mitchell“ ausschließlich Fünfzentner-Bomben, teils mit Zeit- statt Aufschlagzündern. Aufgrund der bewölkten Wetterlage entschieden sich 22 Maschinen für das Ausgleichsziel Attendorn. Der Angriff in zwei Wellen erfolgte etwa ab 11 Uhr morgens. 309 Bomben wurden insgesamt abgeworfen, in Attendorn starben 200 Menschen, Teile der Stadt wurden verwüstet.

    Die fotografische Aufnahme von kriegszerstörten Häusern war seit 1944 als „Wehrkraftzersetzung“ bei härtester Strafe verboten. Der Attendorner Verleger Theodor Frey fotografierte dennoch heimlich die Katastrophe. Aus diesem einmaligen Bilderschatz entstand eine Dokumentation in zwei Auflagen, die beide längst vergriffen sind. Allerdings hat der Heimatverein Attendorn 2010 mithilfe von Frey Print+Media, der Volksbank Bigge-Lenne und dem Seniorenzentrum St. Liborius einen Bildband heraus gegeben, der viele dieser eindringlichen Fotos von 1945 enthält. Auf 75 Seiten wird noch einmal das Drama der letzten Kriegstage mit vielen Bildern erzählt, außerdem gibt es darin detaillierte Listen mit allen Gefallenen der Hansestadt sowie aller zivilen Opfern. Der Band im DIN A5-Format mit den originalen Fotos der Katastrophe ist noch in wenigen Exemplaren im Archiv aufgetaucht! Er ist zum Preis von 8 Euro an folgenden Stellen zu haben: In der Geschäftsstelle des Attendorner Heimatvereins, Hansastraße 4, immer montags von 18 bis 20 Uhr. Außerdem in der Buchhandlung Isabell Hoffmann, Ennester Straße sowie in den Buchhandlungen Frey und Hintermeier am Sauerländer Dom.

     

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