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    Der Schwarze Tag für Attendorn – Vor 70 Jahren fielen die Bomben

     

    robert junge

    Eines der ganz wenigen Bilder von Theodor Frey, auf denen Menschen zu sehen sind, natürlich nur von hinten. Es war bei Höchststrafe verboten, zerstörte Städte zu fotografieren – die Nazis fürchteten die schauderhafte Kraft der Bilder. Hier ein Foto vom Kirchplatz. Rechte Ecke heute Fischrestaurant Hansekogge, in der Bildmitte Radio Waller, links Brake und ganz links das Südsauerlandmuseum, noch ohne wiederhergestellte gotische Fassade.

     

    Am Samstag jährt sich die fatale Bombardierung Attendorns zum 70. Mal. Es war der 28. März 1945, als Attendorn und Olpe aus der Luft angegriffen wurden. Das Hauptziel waren die Bahnanlagen in Olpe, das Ausweichziel lag in Attendorn.

    Sechs Staffeln aus zwei Geschwadern versammelten sich mit 65 Maschinen über St. Trond in Belgien, zwischen Brüssel und Lüttich, um das Sauerland anzugreifen. 31 Jagdmaschinen vom Typ Spitfire sicherten den Verband. Geladen hatten die Maschinen vom Typ „Boston“ und „Mitchell“ ausschließlich Fünfzentner-Bomben, teils mit Zeit- statt Aufschlagzündern. Aufgrund der bewölkten Wetterlage entschieden sich 22 Maschinen für das Ausgleichsziel Attendorn. Der Angriff in zwei Wellen erfolgte etwa ab 11 Uhr morgens. 309 Bomben wurden insgesamt abgeworfen, in Attendorn starben 200 Menschen, Teile der Stadt wurden verwüstet.

    Die fotografische Aufnahme von kriegszerstörten Häusern war seit 1944 als „Wehrkraftzersetzung“ bei härtester Strafe verboten. Der Attendorner Verleger Theodor Frey fotografierte dennoch heimlich die Katastrophe. Aus diesem einmaligen Bilderschatz entstand eine Dokumentation in zwei Auflagen, die beide längst vergriffen sind. Allerdings hat der Heimatverein Attendorn 2010 mithilfe von Frey Print+Media, der Volksbank Bigge-Lenne und dem Seniorenzentrum St. Liborius einen Bildband heraus gegeben, der viele dieser eindringlichen Fotos von 1945 enthält. Auf 75 Seiten wird noch einmal das Drama der letzten Kriegstage mit vielen Bildern erzählt, außerdem gibt es darin detaillierte Listen mit allen Gefallenen der Hansestadt sowie aller zivilen Opfern. Der Band im DIN A5-Format mit den originalen Fotos der Katastrophe ist noch in wenigen Exemplaren im Archiv aufgetaucht! Er ist zum Preis von 8 Euro an folgenden Stellen zu haben: In der Geschäftsstelle des Attendorner Heimatvereins, Hansastraße 4, immer montags von 18 bis 20 Uhr. Außerdem in der Buchhandlung Isabell Hoffmann, Ennester Straße sowie in den Buchhandlungen Frey und Hintermeier am Sauerländer Dom.

     

    DVD „Attendorner Zeitzeugen“ – jetzt beim Heimatverein erhältlich

    Herr Klaus Keseberg (CKnet) hat in den vergangenen Jahren Attendorner Bürger interviewt und gefilmt, die Attendorn in der Vergangenheit geprägt und auch bereichert haben. Dazu gehören z.B. Günther Stumpf, der über seine Zeit als Jugendlicher in Attendorn erzählt, oder Herr Dr. Dieter Heubner als karnevalistischer Sänger, oder auch Frau Maria Schmidt, die über ihr Erleben im Attendorn vor 1945 berichtet. Ein Teil der Zeitzeugen-Interviews ist bereits auf der website „Attendorner Geschichten“ veröffentlicht worden, ein Teil ist aber auch noch unveröffentlicht.

    Herr Keseberg hat sich nun entschieden, die Interviews als DVD’s exklusiv über den Heimatverein zu veröffentlichen.

    Die erste DVD liegt nun vor und kann für € 8,00 erworben werden. Auf dieser DVD sind die Interviews von Werner Johannes, Günther Stumpf, Joseph Hilleke, Dr. Dieter Heubner, Dr. med. Joachim Adolphs, Jürgen Meise, Pfarrer Klaus Peters und Frau Maria Schmidt (Jahrgang 1918) zu sehen.

    Es sind erstmal 30 Stück gefertigt worden, es können aber auch noch mehr DVD’s gebrannt werden. Herr Keseberg arbeitet bereits an der Fortsetzung der der Zeitzeugen-Reihe.

    Die DVD kann in der Geschäftsstelle des Vereins (Hansastraße 4) immer montags von 18.00 – 20.00 Uhr erworben werden, oder telefonisch 02722/634165 (montags zu den genannten Zeiten oder Anrufbeantworter), per e-Mail info@heimatverein-attendorn.de oder über die website www.heimatverein-attendorn.de

     Zeitzeugen

     

     

    Fotografien von Front und Heimatfront – Der erste Weltkrieg in Bildsammlungen aus Westfalen

    Rund 40 Personen waren der Einladung des Vereins für Orts- und Heimatkunde Attendorn e.V. gefolgt und hatten sich zum Vortrag „Fotografien von Front und Heimatfront – Der erste Weltkrieg in Bildsammlungen aus Westfalen“ von Prof. Dr. Markus Köster versammelt.

    In seiner Einführung zeigte Dr. Köster zunächst Fotos der eigenen Vorfahren, die als Soldaten in den 1. Weltkrieg gezogen waren. Dann machte er exemplarisch anhand von offiziellen Portraitaufnahmen von Soldaten, aber auch von Liebespostkarten und von Fotografien Kriegsgefangener die Vielfalt der im 1. Weltkrieg in Umlauf gebrachten Fotos und Postkarten deutlich. Diese Aufnahmen hatten allesamt eines gemeinsam: sie zeigten nicht die hässliche Seite der Kriegshandlungen, keine toten, verstümmelten und verwundete Soldaten und Zivilisten, sondern dienten allein dem Zwecke der Kriegspropaganda.

    Einen anderen Charakter dagegen hatten die privat gemachten Aufnahmen. Seit Beginn der Kriegsfotografie im Jahr 1855 und der Einführung der Kodak Camera waren die Soldaten in der Lage, Fotos direkt an der Front zu machen.

    Die vier von Dr. Köster ausgewerteten Bildsammlungen der aus Westfalen stammenden Soldaten Richard Schirrmann, Bernhard Mangels, Dr. Joseph Schäfer und Hermann Goldbecker zeigten Bilder aus dem Alltag an der Front; von beengten und dreckigen Unterkünften, und mehr als einmal erkannte man am Gesichtsausdruck der abgelichteten Personen die Hoffnungslosigkeit und die seelischen Nöte der Soldaten.

    Interessante Einblicke gab es auf den Fotos der Heimatfront: Lastenträgerinnen am Bahnhof, der Betrieb der Kriegsküchen und eine Gruppe von Schaffnerinnen am Bahnhof zeigten, dass auch im 1. Weltkrieg Frauen die Arbeit der Männer übernahmen, um zuhause den Alltag aufrecht zu erhalten.

    Insgesamt war es ein hochinteressanter und sehr informativer Vortrag, den die Zuhörer gebannt verfolgten.

    Im Anschluß gab Prof. Dr. Köster noch einen Einblick in die  Arbeit des Medienzentrums des LWL in Münster, deren Leitung er seit Jahren inne hat.

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    Prof. Dr. Markus Köster während des Vortrags

    (Foto: VOH)

     

     

     

     

    Das neue Mitteilungsblatt ist erschienen – Nr. 36 – 2014

    Druckfrisch und 63 Seiten stark ist das neueste Mitteilungsblatt „Attendorn – Gestern und Heute“ des Vereins für Orts- und Heimatkunde Attendorn e. V. und wird in diesen Tagen an die Vereinsmitglieder verschickt bzw. verteilt.

    Jürgen Meise berichtet in seinem ersten von insgesamt sechs Teilen über „Attendorn und der Erste Weltkrieg“.  Nach einer Einführung in die Thematik des Ausbruchs der Ersten Weltkriegs stellt er die Stadt Attendorn der damaligen Zeit vor, erläutert ihre Haltung zum Kaiserhaus und berichtet dann über die Ereignisse in der Stadt bei Mobilmachung, in den ersten Kriegstagen und bei der Versorgung von Verwundeten. Im letzten Kapitel seines Artikels beschäftigt er sich mit der Problematik der Kriegsflüchtlinge in der Stadt.

    Anläßlich des 100. Geburtstages der evangelischen Erlöserkirche stellt Birgit Haberhauer-Kuschel Leben und Werk des Architekten Gustav Mucke vor.

    In seinem Artikel „Der Maiskolben“ erinnert Uli Selter an ein besonderes Erinnerungsstück seines im 2. Weltkrieg gefallenen Großvaters  Josef Schulte.

    Meinolf Lüttecke beschäftigt sich mit der Geschichte der Josefskirche,  die knapp 50 Jahre nach ihrer Einweihung im September 2013 profaniert wurde.

    Die Leiterin des Südsauerlandmuseums, Monika Löcken, stellt 3 große Sammlungen (Jupp Steinhoff, Ina-Maria Mihalyhegyi-Witthaut  und Karl Baumhoff) vor, durch die der Museumsbestand im Jahr 2013 erweitert wurde.

    Claus Ortmann beschäftigt sich schließlich mit Jagdrecht und Schnadezug der Attendorner Schützen und Georg Ortmann berichtet über eine interessante Entdeckung auf dem Dachboden des nun abgerissenen Hauses Breite Straße 16.

    Abgerundet wird das Heft durch einen Rückblick auf das Vereinsleben im Jahr 2013 von Gabriele Schmidt und der plattdeutschen Übersetzung des Gedichts „Das Gewitter“ von Gustav Schwab, die von Rudolf Hellner erstellt wurde.

    Das Heft ist für Nichtmitglieder zum Preis von € 5,00 in der Geschäftsstelle des Vereins in der Hansastraße 4 (montags 18.00 – 20.00 Uhr) erhältlich.

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    Die Bayrische Bierbrauerei zu Schnellenberg

    Stadtarchivar Otto Höffer referierte über eine bemerkenswerte Geschichte

    Auf der Burg Schnellenberg wird am kommenden Wochenende das 1. Brauereifest gefeiert. In Erinnerung an den letzten Fassanstich vor 125 Jahren, referierte Stadtarchivar Otto Höffer vor Ort über die wechselvolle Geschichte der Brautradition in den Mauern der Höhenburg bis zum endgültigen Niedergang mit dem Großbrand der unteren Gebäude am Morgen des 2. Septembers 1889.

    Gut 50 Interessierte hatten sich dazu am Freitagabend im ehemaligen Marstall auf dem Schnellenberg eingefunden, um diesem sehr fundierten Vortrag zu folgen.

    Otto Höffer bewies anhand der gut von ihm ausgewerteten Quellenlage, dass schon früh nach Erwerb durch die Fürstenberger eine Bierbrauerei auf dem Schnellenberg bestanden hatte. Die Hausbrauerei wird dabei 1662 erstmalig erwähnt, 1770 ist sie nur noch in Fragmenten erhalten. Der spätere Wiederaufbau zum Wirtschaftsunternehmen ist mit einem Schwager der Fürstenberger verbunden, dem Grafen Schmiesing-Kerssenbrock, der 1839 den Schnellenberg bezieht und mit einigen Umbauten die neue Brauerei installiert. 1850 übernehmen die Fürstenberger durch einen Vergleich den Brauereibetrieb, den sie ab 1851 an den Attendorner Josef Viegener verpachten. Der Rentmeister Martin Schneidersmann betreibt außerdem von 1857 bis 1864 eine Gartenwirtschaft samt Pavillon hinter dem oberen Schnellenberger Haupthaus, dem „Alten Weib“, auf dem „Grasplätzchen“. Nach einigen Querelen auf dem Schnellenberg übernehmen die Eheleute Anton und Therese Hauhoff im Juli 1882 die Brauerei auf der Burg. Die Situation ist problematisch. Immer häufiger fallen die Pachtzahlungen aus. Schließlich wird 1887 das inzwischen arg lädierte Brauereiinventar zum Schuldenabbau nach Krombach verkauft.

    Otto Höffer berichtete nun vom schicksalhaften 2. September 1889.

    Nach dem Ruin der Vorburg hätten die Fürstenberger den Besitz fast aufgegeben. Die Gartenwirtschaft auf dem Grashöfchen wurde noch bis Januar 1918 betrieben. Erst zehn Jahre später, 1928, sollte Norbert Bilsing in der Burg Schnellenberg wieder ein Lokal eröffnen. Das ist die Keimzelle des heutigen Schlosshotels, das noch immer von der Familie Bilsing betrieben wird.

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    Foto: A. Gandras

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